HOME    About this site    mypage    Japanese    library    university    Feedback

University of the Ryukyus Repository >
Faculty of Law and Letters >
Bulletin >
Ryudai review of Euro-American studies >
No.40 (1995/12) >

 
Title :フェルディナン卜の財布と父ミラー:シラー『たくらみと恋』の筋と葛藤に関連して
Title alternative :Ferdinands Geldbeutel und Miller. Zur Erwägung des bürgerlichen Trauerspiels "Kabale und Liebe".
Authors :片岡, 満壽男
Authors alternative :Kataoka, Masuo
片岡, 満寿男
Issue Date :Dec-1995
Abstract :In den letzten Jahrzehnten auffallend, wird an dem Musikus Miller kritisiert, daß er die bürgerliche Moral mit dem ökonomischen Denken verwechselt. Das sieht man leider unverkennbar, wenn er Ferdinands Geldbeutel annimmt (V/5). Aber der ehrliche Bürger selbst fragt, ob er den Reichtum verdiene, nämlich nach der Bedeutung oder der Absicht Ferdinands. Ist dann nicht merkwürdig, daß Miller zum Geldempfang überredet wird durch die Begründung Ferdinands, daß dieser "den drei Monat langen glücklichen Traum von Seiner Tochter" bezahle? Traum ist Traum, aber keine Wirklichkeit. In Wirklichkeit ist Luise unberührt. Warum wird das Geld mit unhaltbarer Begründung angeboten und angenommen? Ist Miller eigentlich in der Lage, die wahre Absicht Ferdinands zu verstehen, nämlich den Giftmord seiner Tochter? Angesichts der Offenbarungsschwierigkeit von Warheit ist nun zu fragen, was in der Kommunikation von einem Beutel Gold zwischen den beiden Partnern funktioniert. Einige Zeichen müssen sich im Text finden. Auf der gesellschaftlichen Ebene des Dramas, oder in der dem Herzen gegenüberzustellenden 'Welt,' werden Ränkespiele um zwei Trennungen und um zwei Hochzeiten betrieben, und für die Trennung ist in der Kommunikationsform wie "Handel" oder "Kommerz" wohl der Betrag des Kranzgeldes zu bestimmen. Als Kranzgeld, oder als Entschädigung des Handelsobjekts Luise, erwähnt der Präsident "Skortationsstrafe". Einem anderen Handelsobjekt, der Mätresse Lady Milford, schickt der Herzog des Landes Brillanten zur Hochzeit, die überhaupt als Kranzgeld gelten. Gezielt wird dann auf einen Kontrast zu dem Fall Millers, indem der Überbringer der Edelsteine, ein Kammerdiener, das Angebot der Lady zurückweist, das in Form der Goldbörse ein durch den Menschenhandel erwecktes Mitleid erweist. Hält Miller das Geldangebot Ferdinands für Kranzgeld? Spielt er den Vater eines verführten Mädchens? Dann ist zwischen dem Dafürhalten Millers und der Wahrheit von Liebe und Tod eine Diskrepanz feststellbar, die in bezug auf die Konfliktbildung des Dramas in Erwägung gezogen werden sollte.
Type Local :紀要論文
ISSN :1341-0482
Publisher :琉球大学法文学部
URI :http://hdl.handle.net/20.500.12000/7667
Citation :琉球大学欧米文化論集 = Ryudai Review of Euro-American Studies no.40 p.101 -122
Appears in Collections:No.40 (1995/12)

Files in This Item:

File Description SizeFormat
No40p101.pdf1126KbAdobe PDFView/Open